14.06.2020

Historisches TTBL Finale 2020 – A new Era has begun

 

Am Sonntag fand in Frankfurt das historische TTBL Final 2020 zwischen dem 1.FC Saarbrücken und der TTF Liebherr Ochsenhausen statt. Historisch zum einen, weil das Finale, gemäß der strengen Hygienemaßanforderungen ganz ohne Zuschauer ausgetragen wurde. Lediglich der engste Kreis beider Teams, sowie sämtliche Mitarbeiter, die zur Durchführung der Veranstaltung relevant waren, durften sich im Innenraum der Halle aufhalten. 

Zum anderen, weil es seit langer Zeit das erste Mal eine ausführliche TV Übertragung der TTBL durch Eurosport gab. Hier konnten alle Tischtennisbegeisterten den 3:1 Sieg des 1.FC Saarbrücken mitverfolgen. JOOLA, fungierte auch in diesem Jahr als Materialsponsor und stellte Tische, Zählgeräte und Schieritische bereit. Natürlich wurden alle Produkte mit dem neuen Firmenlogo versehen und waren insbesondere im Rahmen der TV Übertragung sehr gut sichtbar. Auf der von der TTBL initiierten LED-Werbefläche flackerte immer wieder das neue Logo und der Slogan „ A new Era has begun“ über den Bildschirm. Ein Spruch, der wohl in vielerlei Hinsicht sehr passend war!

 

18.03.2020


Solja, Franziska und Kaufmann sind die Spieler des Jahres 2019!

Dreieinhalb Wochen haben Sie fleißig abgestimmt und sich für Ihre Spieler des Jahres 2019 entschieden. Rekordtitelträger Timo Boll, der in den vergangenen beiden Jahren als bester Spieler ausgezeichnet worden war, ging diesmal leer aus. Dafür nimmt Patrick Franziska den Preis in der Kategorie Herren zum ersten Mal entgegen. Bei den Damen steht Petrissa Solja bereits zum sechsten Mal ganz oben in der Gunst der Fans. Der Nachwuchspreis geht in diesem Jahr an die 13-jährige Annett Kaufmann, der diese Ehre zum ersten Mal zuteil wird.

Für Patrick Franziska war das Jahr 2019 ohne Zweifel ein sehr erfolgreiches. Mit Petrissa Solja gewann er bei der WM in Budapest Bronze im Mixed, durch den Finalsieg mit Timo Boll über die Chinesen Ma Long und Wang Chuqin im Doppelwettbewerb der China Open sogar Gold. Das schaffte er auch bei der Team-EM im französischen Nantes. „Ich möchte gar kein einzelnes Event herausgreifen. 2019 glänzt in seiner Gesamtheit“, sagt Franziska, der sich zum ersten Mal über die Auszeichnung in der Kategorie Herren freuen darf. Mit 45,6 Prozent setzte sich der 27-Jährige in einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Timo Boll (42,9 Prozent) durch. Auf Platz drei landete Dimitrij Ovtcharov mit 6,7 Prozent der Stimmen.

„Ich konnte es gar nicht wahrhaben. Als ich davon hörte, dachte ich im ersten Augenblick an Fake News und habe auf den Kalender geschaut. Nein, es ist noch nicht der 1. April. Diese Wahl der Fans vor meinem großen Vorbild Timo Boll zu gewinnen, ist eine große Ehre und Auszeichnung. Sie gibt mir viel Motivation, denn es ist das erste Mal, dass ich die Wahl in der Kategorie Herren gewinne. In der Nachwuchskategorie habe ich sie ein oder zwei Mal gewonnen. Ich weiß es nicht exakt (zuletzt im Jahr 2010, Anm. d. Red.). Aber jetzt, die zählt richtig. Das ist unglaublich“, so Franziska, der sich allen voran bei seinen Fans für die große Unterstützung bedankte.

Petrissa Solja mit klarem Abstand Erste

Nicht ganz so spannend wie bei den Herren wurde es bei den Damen. Dort zeichnete sich schon früh die sechste Auszeichnung von Petrissa Solja ab, die damit nach 2017 wieder nach ganz vorne gewählt wurde. „Es ist immer toll, direkt von den Zuschauern und Fans gewählt zu werden. Schön, dass Tischtennis-Deutschland meinen Weg mitverfolgt, bei meinen Spielen mitfiebert und mich mit meinen Leistungen auch als Spielerin des Jahres würdigt. Das ist echt klasse. Vor allem freue ich mich über das deutliche Ergebnis von knapp 60 Prozent“, so Soljas Reaktion. Im Ranking fand sich die 26-Jährige weit vor Nina Mittelham (25,5 Prozent) und Stephanie Grebe (8,5 Prozent) wieder.

Doch was war ausschlaggebend für dieses deutliche Resultat? Glückliche Momente gab es für Solja im vergangenen Kalenderjahr so einige. Speziell im Nationaltrikot lief es prächtig für die Bundesligaspielerin des TSV Langstadt. Bei den European Games in Minsk holte sie Gold im Team sowie Mixed und damit die Olympia-Qualifikation im ersten Anlauf. Ein weiteres großes Highlight in Weißrussland: Solja durfte auf der Abschlussfeier die deutsche Fahne tragen. „Das war für mich eine sehr große Ehre. Das Jahr 2019 lief für mich rundum erfolgreich, mit vielen emotionalen Momenten und tollen Erfolgen.“ Einen davon erlebte die 26-Jährige nach ihrer dramatischen Aufholjagd im Finale des Europe Top 16 in Montreux, die gleichzeitig ihren ersten Einzeltitel auf europäischer Bühne darstellte. Dieses Kunststück konnte sie 2020 bereits wiederholen. In der Weltrangliste kehrte Solja zudem wieder in die Top 20 zurück.

Überwältigung bei Annett Kaufmann und ihrer Mutter

Genau dorthin möchte Annett Kaufmann über kurz oder lang auch irgendwann. Derzeit steht sie noch auf Platz zehn im weltweiten Ranking der U15-Spielerinnen. Die Begeisterung über die gewonne Wahl zur Nachwuchsspielerin des Jahres begeisterte die 13-jährige Bundesligaspielerin vom SV Böblingen ungemein. Auch ihre Mutter war fast schon überwältigt und teilte das Glück mit ihrer Tochter. Beide mussten die positive Nachricht erst einmal verdauen. „Für mich ist das natürlich eine große Ehre, dass ich es durch meine Leistungen so weit geschafft habe. Darauf bin ich sehr, sehr stolz“, sagt Annett Kaufmann.

Mit jeder Menge Ausdauer und ihrer wohl besten spielerischen Leistung erkämpfte sich die talentierte 13-Jährige im Oktober den zweiten Platz beim Europe-Youth-Top-10-Turnier. Auch für 2020 hatte sich die junge Schülerin schon hohe Ziele gesteckt. „Ich wollte eigentlich deutsche Meisterin werden“, sagte sie. Doch das Coronavirus sorgte für eine Absage der Wettkämpfe, die am vergangenen Wochenende in Schiffweiler stattgefunden hätten. Davon will sich Anett Kaufmann jedoch nicht unterkriegen lassen. „Die Gesundheit geht vor. Ich hoffe, dass ich dann bei der Jugend-EM einen guten Platz erreiche und mich wieder für die wichtigen Turnier qualifizieren kann.“ Kaufmann (31,7 Prozent) verwies ihre Konkurrenz nur knapp auf die hinteren Plätze. Kay Stumper (29,3 Prozent) wurde Zweiter, Sophia Klee (20,7 Prozent) Dritte.

25 Preise für Ihre Stimme

Der Deutsche Tischtennis-Bund, JOOLA und myTischtennis.de möchten sich bei allen Usern ganz herzlich bedanken, die in diesem Jahr für ihre Favoriten abgestimmt haben. 25 von ihnen bekommen noch ein ganz besonderes Dankeschön, allen voran die Gewinner unserer Hauptpreise: Zwei VIP-Tickets für den World Cup der Herren gehen an Thomas Koczan, Fabian Arndt darf sich über zwei VIP-Karten für das TTBL-Finale freuen und Luisa Trossert wird von JOOLA neu ausgestattet. Die 22 weiteren Preisträger finden Sie hier: https://www.mytischtennis.de/public/imagedata/Gewinner_Spieler_des_Jahres_2019.pdf

Das Abstimmungsergebnis im Überblick:

„Spieler des Jahres“

  1. Patrick Franziska: 45,6%
  2. Timo Boll: 42,9%
  3. Dimitrij Ovtcharov: 6,7%
  4. Thomas Schmidberger: 4,8%

„Spielerin des Jahres“

  1. Petrissa Solja: 59,8%
  2. Nina Mittelham: 25,5%
  3. Stephanie Grebe: 8,5%
  4. Han Ying: 6,2%

„Nachwuchsspieler des Jahres“

  1. Annett Kaufmann: 31,7%
  2. Kay Stumper: 29,3%
  3. Sophia Klee: 20,7%
  4. Franziska Schreiner: 14,1%
  5. Gerrit Engemann: 4,2%