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Sieg gegen
Chile und Niederlage gegen Spanien
Unser
erstes WM-Spiel haben wir mit 3:0 gegen Chile gewonnen. Ok, die
waren nicht so stark und das Match war ziemlich schnell vorbei.
So hatten wir genug Zeit, um uns auf das Spiel gegen die Europameisterinnen
aus Spanien vorzubereiten. Wir wollten unbedingt gewinnen, weil
das den 1. Gruppenplatz bedeutet hätte. Lulu legte dann auch
gut vor und gewann 3:0 gegen Sarah Ramirez. Ich spielte gegen Dvorak
eigentlich sehr gut, aber bei 9:9 habe ich dann regelmäßig
zwei Punkte verloren, weil ich zu schlecht vorbereitet immer mit
der Vorhand schießen wollte. Und so musste ich sogar ohne
Satzgewinn in diesem Match bleiben. Nachdem Fulja super gegen die
Nummer 3 der Spanierinnen gewonnen hatte und Lulu gegen Dvorak auch
verloren hatte, musste ich das letzte und entscheidende Spiel gegen
Ramirez machen. Ich hatte noch nie gegen sie gespielt und war sehr
gespannt, wie sie gegen mich spielt. Aber sie spielte unglaublich
gut und mit ihren Topspinbällen konnte ich nur wenig anfangen
und machte viele Blockfehler.
Alles in allem
gefällt es mir sehr gut hier in Linz. Es ist irgendwie doch
etwas anderes, als eine JEM. Hier ist alles viel professioneller
und größer. Man merkt schon, dass dies hier eine richtige
Weltmeisterschaft ist und jeder, der hier spielt kann gut Tischtennis
spielen.
Interessant
ist für mich zu sehen, wie die anderen Nationen so im Training
sind. Bei den Koreanerinnen z.B. ist es so, dass sich alle Spielerinnen
in eine Reihe stellen, dann sagt der Trainer was und anschließend
verbeugen sich alle. Das ist wie beim Militär. Aber eigentlich
gar nicht so schlecht, alles sehr diszipliniert. Trotzdem sieht
man den Spielerinnen an, dass sie unheimlich Spaß am Tischtennis
haben.
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Auf dem Zimmer
bin ich mit Katharina Michailova. Mit ihr verstehe ich mich total
gut und wir waren auch schon bei den German Open in Magdeburg oft
zusammen. Mein Vater ist natürlich auch da und analysiert gewohnt
kritisch mein Spiel.
Jetzt habe ich
schon ein bisschen Bedenken, dass ich gegen Brasilien nicht spielen
darf, weil ich die zwei Spiele gegen Spanien verloren habe. Mal
sehen, hoffentlich darf ich morgen wieder ran. Dann wollen wir den
Einzug ins Viertelfinale perfekt machen.
Eure Amy
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mein Vater
Pavel
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