Für den 7. Tag dieser EM kann ich ohne wenn und aber eine positive Bilanz ziehen. Ich habe meine beiden ersten Einzel gewonnen und stehe nun in der Runde der besten 32 des Feldes. Das war allerdings kein leichter Weg. Mit dem Dänen Finn Tugwell gab es schon zum Auftakt einen schwierigen Kontrahenten, der sehr gut gegen Linkshänder spielt. Ich habe aber schon im ersten Satz die Weichen gestellt, ein 6:9 aufgeholt und in der Verlängerung die Nerven behalten. Am Ende hieß es 4:0 (15:13, 11:7, 11:8, 11:6) - und die 128-er-Runde war Geschichte.
Im
Match gegen Josef Plachy (Foto) gelang es mir, erneut an die zuvor gezeigte
gute Leistung anzuknüpfen. Der Tscheche ist ja noch stärker einzuschätzen,
aber am Ende hieß es 4:1 (11:6, 11:9, 4:11, 11:8, 11:9) und bis auf
den dritten Durchgang, wo ich schnell 0:5 zurücklag, hatte ich eigentlich
keine Probleme. Fast bin ich ein wenig überrascht von meiner Form.
Also das war ein Donnerstag nach Maß. Ich bin sehr zufrieden und so
kann es weiter gehen.
In der
nächsten Runde am Freitag kommt nun der Österreicher Karl Jindrak
an den Tisch, der ziemlich unerwartet den Russen Maksim Schmyrev ausgeschaltet
hat. Da ist volle Konzentration verlangt, denn bei den WM 2001 in Osaka
hatte ich mit ihm meine liebe Mühe und Not.
Noch ein
paar Worte zum Doppel. Mit meinem Partner Lars Hielscher von Borussia Düsseldorf
bin ich in der Runde der besten 32 leider gegen Jiang Weizhong/Dragutin
Surbek jr. (Kroatien) mit 0:3 (8:11, 9:11, 8:11) ausgeschieden. Unsere Gegner
haben solide, wir schlichtweg schlecht gespielt. In allen entscheidenden
Situationen - im ersten Satz von 4:7 auf 8:7, im zweiten von 1:4 auf 7:4,
im dritten von 5:2 auf 5:8 - konnten wir unserer Vorteile nicht zum Satzgewinn
nutzen. Sicher ist es aber auch so, dass wir nach meiner langen Verletzungspause
speziell im Doppel noch viel mehr Wettkampfpraxis brauchen.
Lars und ich bauen da auf die Zukunft ...
Euer